Sonntagsworkshops

 

Argumente für Integration und gegen Populismus – Argumentationstraining durch Forumtheater (Marc und Silas/ BDP)

Gemeinsam wollen wir in Kleingruppen Alltagssituationen szenisch entwickeln, in welchen Mensch oft mit rechts rechtspopulistischen Argumenten konfrontiert wird. Ausgehend von diesen Szenen möchten wir mit der Methode des Forumstheaters in einen handlungsorientierten Dialog über unsere Erfahrungen und Argumentationsstrategien einsteigen. Der Workshop hat eine starke partizipative und praxisorientierte Ausrichtung und lebt maßgeblich von der Spiellust und dem Austausch der Teilnehmenden.

 

Nach den Rechten sehen. Dokumentation und Information als antifaschistische Praxis (Falken)
Neonazistische und andere rechte Akteure sind eine Gefahr für ein demokratisches und vielfältiges Miteinander. Oft versuchen als unproblematisch oder gar unpolitisch unter dem Radar zu bleiben. Doch wenn sie, ihre Strategien und Verbindungen bekannt sind, kann ihnen wirksam entgegen gehalten werden. Wie dies aussehen kann, zeigt dieser Workshop.

 

Gegen Rechte reden? Eine Auseinandersetzung mit Handlungsstrategien gegen rechte Stammtischparolen. (Hannah und Christoph/ Jugendwerk der AWO)

Mit dem Aufstieg der AfD und dem aktuell virulent werdendem Rechtsruck der letzten Jahre gab es auch vermehrt Versuche und Strategien dem etwas entgegenzusetzen. Vermehrt gab es Workshops mit „Argumenten gegen Stammtischparolen“ bzw. Ausbildungen zu sogenannten „Stammtischkämpfer/innen“. Es gab Broschüren mit zahlreichen Fakten, die den „Fake-News“ der Rechten entgegengesetzt werden sollten, die medial immer größere Verbreitung fanden als auch in alltäglichen Situation wie am Stammtisch oder an der Supermarktkasse diskutiert wurden.

Mit unserem Workshop wollen wir nun zuallererst einen Schritt zurücktreten und herausarbeiten, in welchen Kontexten diese Strategien gegen rechte Parolen eingebettet sind und wie sie wirken. Dann soll gemeinsam herausgearbeitet werden, welche unterschiedlichen Strategien es geben kann, sich gegen rechte bzw. diskriminierende Äußerungen zu positionieren und welche Effekte die unterschiedlichen Strategien haben. Dabei sollen diese Handlungsstrategien gemeinsam ausprobiert und eingeordnet werden.

 

Demotraining (Stani/ DGB Jugend)

Auf Demos gehen? Klar! Dazu gibt es einige Fragen zur klären, die wir im Rahmen des Demotrainings bearbeiten werden: Aber was sollte ich vorbereiten? Was spreche ich mit meiner Bezugsgruppe ab und was mach ich wenns brenzlig wird? Das und mehr besprechen und testen wir auf dem Blockadetraining. Was darf ich? Was nicht? Was darf die Polizei? Was nicht? Festnahme was tun? Was muss ich vor, während und nach der Demo/ Aktion beachten? Welche Strategien gibt es? Friedliche Menschenblockade wie geht das?

 

„Keine Zukunft dieser Vergangenheit“- Gedenkstättenfahrten als Handlungsalternative? (Steffi/ BDP)
Können Fahrten in ehemalige Konzentrations- oder Vernichtungslager eine Handlungsalternative gegen das „Rechte Elend“ sein? Ich behaupte JA!, wobei es auf das WIE ankommt. In dem Workshop stelle ich ein Konzept vor mit dem ich gute Erfahrungen, egal mit welcher Jugendgruppe, gemacht habe und das immer in Weiterentwicklung ist. Einzelne Bausteine werden im Workshop ausprobiert.

 

Workshop: Antifeministisches Elend (Laura und Sandra/ Falken)

 In dem 5 stündigen Workshop werden wir uns zunächst eine Diskussionsebene schaffen, indem wir die Begriffe Feminismus/Antifeminismus gemeinsam definieren. Auf dieser Grundlage werden wir uns aktuelle antifeministische Debatten auf der politischen, gesellschaftlichen und religiösen Ebene anschauen. Abschließend werden wir anhand einer Thesendiskussion diese Prozesse analysieren und überlegen, was entgegengesetzt werden kann und muss.

 

Proletarisierung, Ohnmacht und der Aufstieg der neuen Rechten (Simon/ Falken/ Surplus Club Frankfurt)

Seit den Erfolgen der AfD wird vermehrt diskutiert, ob sich die gesellschaftliche Linke zu wenig um die sogenannte „soziale Frage“ und die „Arbeiterklasse“ gekümmert hat. Es drängt sich dabei zunächst die Frage auf, ob „Klasse“ überhaupt noch ein sinnvoller Bezugspunkt linker Politik ist. Wer ist eigentlich diese „Arbeiterklasse“ heute?

Wir wollen zunächst einen Blick zurück auf die ökonomische Krise in Europa werfen und dabei aufzeigen, warum das Surplus-Proletariat als überschüssig werdende Arbeitskraft, paradigmatisch für das Klassenverhältnis der Gegenwart ist. Im Anschluss werden wir uns mit einigen problematischen Vorstellung über die Klassengesellschaft auseinandersetzen und abschließend die Frage diskutieren, inwiefern gesellschaftliche Ohnmacht und die aktuellen Klassenverhältnisse den neuen Rechten zum Aufstieg verholfen haben und was dagegen zu tun wäre.